Die Münzstätte Neumarkt

1626Die letzte Prägung in Neumarkt war ein Doppelter Reichstaler

Die letzte Prägung in Neumarkt war ein Doppelter Reichstaler

Datum: 31.12.1626

Die letzten in Neumarkt geprägten Münzen sind unter einem bayerischen Wittelsbacher geschlagen: Maximilian I. dem Haupt der Katholischen Liga im Dreißigjährigen Krieg, der 1621 nach der Schlacht am Weißen Berg bei Prag die Oberpfalz besetzt und die pfälzische Kurwürde erlangt hatte. Unter Maximilian war in Amberg und an anderen Orten zunächst die Ausmünzung jener schlechten Inflationsmünzen der Kipper- und Wipperzeit fortgesetzt worden, die der letzte pfälzische Wittelsbacher, Friedrich V. begonnen hatte. Nach dem Ende der Inflation erhielt der Münzmeister Hans Ziesler 1624 die Genehmigung, in Neumarkt eine Münzstätte einzurichten. Er ist hier bis 1626 nachweisbar. Das Münzzeichen der drei Zainhaken wird ihm zugeschrieben. Die nach 1623 geprägten Taler waren wieder nach dem alten Schrot und Korn ausgebracht (d.h. nach Gewicht und Feingehalt), wie es seit 1566 für Reichstaler festgelegt war. Die Prägung setzte sich fort bis zum Erwerb der Oberfalz durch Bayern im 30-jährigen Krieg. danach sollte in Neumarkt nie wieder regulär geprägt werden.

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Die letzten in Neumarkt geprägten Münzen sind unter einem bayerischen Wittelsbacher geschlagen: Maximilian I. dem Haupt der Katholischen Liga im Dreißigjährigen Krieg, der 1621 nach der Schlacht am Weißen Berg bei Prag die Oberpfalz besetzt und die pfälzische Kurwürde erlangt hatte. Unter Maximilian war in Amberg und an anderen Orten zunächst die Ausmünzung jener schlechten Inflationsmünzen der Kipper- und Wipperzeit fortgesetzt worden, die der letzte pfälzische Wittelsbacher, Friedrich V. begonnen hatte. Nach dem Ende der Inflation erhielt der Münzmeister Hans Ziesler 1624 die Genehmigung, in Neumarkt eine Münzstätte einzurichten. Er ist hier bis 1626 nachweisbar. Das Münzzeichen der drei Zainhaken wird ihm zugeschrieben. Die nach 1623 geprägten Taler waren wieder nach dem alten Schrot und Korn ausgebracht (d.h. nach Gewicht und Feingehalt), wie es seit 1566 für Reichstaler festgelegt war. Die Prägung setzte sich fort bis zum Erwerb der Oberfalz durch Bayern im 30-jährigen Krieg. danach sollte in Neumarkt nie wieder regulär geprägt werden.
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1623Münzmeister Hans Ziesler

Münzmeister Hans Ziesler

Datum: 01.01.1623

Hans Ziesler wurde in Molsheim im Elsaß als Sohn eines Münzmeisters geboren. Er diente in den Jahren 1613 bis 1616 bei Graf Philipp von Solms als Münzgeselle, später auch als Münzmeister. Ziesler war dann bis 1620 Münzmeister bei Graf Christian von Waldeck und wechselte später in die Dienste des Herzogs Johann Ernst von Sachsen-Eisenach. Dort wurde er wegen Unregelmäßigkeiten entlassen. Von der Bewerbung Zieslers um eine Münzstätte in Neumarkt berichtete der dortige Schultheis von Einsenreich am 05.10/25.09.1623 nach Amberg. Da er bei der Bewerbung sonst gute Zeugnisse vorlegen konnte, wurde er Ende Januar 1624 aufgrund der misslichen Lage der Münzstätten Amberg und Kemnath-Fortschau als Münzmeister in Neumarkt bestallt. In Neumarkt genoss Hans Ziesler einen guten Ruf. Im Januar 1626 wurde er für den neu zu bildenden, katholischen Stadtrat vorgeschlagen. Er ist hier bis 1626 nachweisbar. Das Münzzeichen der drei Zainhaken wird ihm zugeschrieben. Die nach 1623 geprägten Taler waren wieder nach dem alten Schrot und Korn ausgebracht (nach Gewicht und Feingehalt), wie es seit 1566 für Reichstaler festgelegt war. Im Rahmen der Schließung der oberpfälzischen Münzstätten geriet Hans Ziesler bis November 1626 in Haft. Ziesler erhielt nach seiner Haftentlassung keine Bestallung mehr in Neumarkt. Er begab sich noch 1626 nach Breslau, wo er die dortige Münze pachtete. In den Jahren 1627 bis 1630 war Hans Ziesler Münzmeister für Wallenstein in Sagan. Der Münzmeister kehrte später nach Breslau zurück, wo er 1637 starb.

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Hans Ziesler wurde in Molsheim im Elsaß als Sohn eines Münzmeisters geboren. Er diente in den Jahren 1613 bis 1616 bei Graf Philipp von Solms als Münzgeselle, später auch als Münzmeister. Ziesler war dann bis 1620 Münzmeister bei Graf Christian von Waldeck und wechselte später in die Dienste des Herzogs Johann Ernst von Sachsen-Eisenach. Dort wurde er wegen Unregelmäßigkeiten entlassen. Von der Bewerbung Zieslers um eine Münzstätte in Neumarkt berichtete der dortige Schultheis von Einsenreich am 05.10/25.09.1623 nach Amberg. Da er bei der Bewerbung sonst gute Zeugnisse vorlegen konnte, wurde er Ende Januar 1624 aufgrund der misslichen Lage der Münzstätten Amberg und Kemnath-Fortschau als Münzmeister in Neumarkt bestallt. In Neumarkt genoss Hans Ziesler einen guten Ruf. Im Januar 1626 wurde er für den neu zu bildenden, katholischen Stadtrat vorgeschlagen. Er ist hier bis 1626 nachweisbar. Das Münzzeichen der drei Zainhaken wird ihm zugeschrieben. Die nach 1623 geprägten Taler waren wieder nach dem alten Schrot und Korn ausgebracht (nach Gewicht und Feingehalt), wie es seit 1566 für Reichstaler festgelegt war. Im Rahmen der Schließung der oberpfälzischen Münzstätten geriet Hans Ziesler bis November 1626 in Haft. Ziesler erhielt nach seiner Haftentlassung keine Bestallung mehr in Neumarkt. Er begab sich noch 1626 nach Breslau, wo er die dortige Münze pachtete. In den Jahren 1627 bis 1630 war Hans Ziesler Münzmeister für Wallenstein in Sagan. Der Münzmeister kehrte später nach Breslau zurück, wo er 1637 starb.
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Oberpfälzische-Kurbayerische Verwaltung

Oberpfälzische-Kurbayerische Verwaltung

Datum: 01.01.1623

Die letzten in Neumarkt geprägten Münzen sind unter einem bayerischen Wittelsbacher geschlagen: Maximilian I. dem Haupt der Katholischen Liga im Dreißigjährigen Krieg, der 1621 nach der Schlacht am Weißen Berg bei Prag die Oberpfalz besetzt und die pfälzische Kurwürde erlangt hatte. Unter Maximilian war in Amberg und an anderen Orten zunächst die Ausmünzung jener schlechten Inflationsmünzen der Kipper- und Wipperzeit fortgesetzt worden, die der letzte pfälzische Wittelsbacher, Friedrich V. begonnen hatte. Nach dem Ende der Inflation erhielt der Münzmeister Hans Ziesler 1624 die Genehmigung, in Neumarkt eine Münzstätte einzurichten.

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Die letzten in Neumarkt geprägten Münzen sind unter einem bayerischen Wittelsbacher geschlagen: Maximilian I. dem Haupt der Katholischen Liga im Dreißigjährigen Krieg, der 1621 nach der Schlacht am Weißen Berg bei Prag die Oberpfalz besetzt und die pfälzische Kurwürde erlangt hatte. Unter Maximilian war in Amberg und an anderen Orten zunächst die Ausmünzung jener schlechten Inflationsmünzen der Kipper- und Wipperzeit fortgesetzt worden, die der letzte pfälzische Wittelsbacher, Friedrich V. begonnen hatte. Nach dem Ende der Inflation erhielt der Münzmeister Hans Ziesler 1624 die Genehmigung, in Neumarkt eine Münzstätte einzurichten.
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1547Taler 1547 unter Friedrich II.

Taler 1547 unter Friedrich II.

Datum:

Unter Kurfürst Friedrich II. wurden in Neumarkt Taler geschlagen. Dieses Prachtexemplar aus einer Privatsammlung zeigt auf der Vorderseite das Hüftbild im Kurhabit halbrechts mit Schwert und Reichsapfel. Auf der Rückseite erkennt man wieder drei Wappenschlide, kleeblattförmig gestellt, darüber eine Helmzier. (Götz Nr. 165/Kull 130 und 117) - (Quelle: Götz) Das Stück wurde unter Münzmeister L. Kastner als Hammerprägung geschlagen.

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Unter Kurfürst Friedrich II. wurden in Neumarkt Taler geschlagen. Dieses Prachtexemplar aus einer Privatsammlung zeigt auf der Vorderseite das Hüftbild im Kurhabit halbrechts mit Schwert und Reichsapfel. Auf der Rückseite erkennt man wieder drei Wappenschlide, kleeblattförmig gestellt, darüber eine Helmzier. (Götz Nr. 165/Kull 130 und 117) - (Quelle: Götz) Das Stück wurde unter Münzmeister L. Kastner als Hammerprägung geschlagen.
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1546Münzmeister Leonhard Kastner

Münzmeister Leonhard Kastner

Datum: 01.01.1546

Geboren wurde Leonhard Kastner am 3.8.1513. Seine Familie zählte zu den bedeutenden Montangeschlechtern der Oberpfalz und betrieb Erzgruben und Eisenhämmer in der Amberger Gegend. Es ist anzunehmen, dass Leonhard Kastner das Münzhandwerk bei der Familie Lerch erlernt hat, die ja mit der Familie Kastner verwandt war. 1546 war Leonhard Kastner für den Regensburger Bischof Pankratius Sinzenhofer als Münzmeister tätig, als ihn Kurfürst Friedrich II. nach Neumarkt berief. Leonhard Kastner leitete in den Jahren bis 1548 eine umfangreiche Talerprägung die dann wegen der Silberteuerung eingestellt werden musste. Prägungen von Leonhard Kastner sind von 1546 bis 1549 nachweisbar. 1552 lebte Leonhard Kastner wieder in Amberg. Die Familie der Kastner hatte in Mittelalter und Neuzeit zahlreiche Verbindungen zu Münzunternehmern.

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Geboren wurde Leonhard Kastner am 3.8.1513. Seine Familie zählte zu den bedeutenden Montangeschlechtern der Oberpfalz und betrieb Erzgruben und Eisenhämmer in der Amberger Gegend. Es ist anzunehmen, dass Leonhard Kastner das Münzhandwerk bei der Familie Lerch erlernt hat, die ja mit der Familie Kastner verwandt war. 1546 war Leonhard Kastner für den Regensburger Bischof Pankratius Sinzenhofer als Münzmeister tätig, als ihn Kurfürst Friedrich II. nach Neumarkt berief. Leonhard Kastner leitete in den Jahren bis 1548 eine umfangreiche Talerprägung die dann wegen der Silberteuerung eingestellt werden musste. Prägungen von Leonhard Kastner sind von 1546 bis 1549 nachweisbar. 1552 lebte Leonhard Kastner wieder in Amberg. Die Familie der Kastner hatte in Mittelalter und Neuzeit zahlreiche Verbindungen zu Münzunternehmern.
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1545Kurfürst Friedrich II.

Kurfürst Friedrich II.

Datum: 01.01.1545

Unter seiner Herrschaft wurden zwischen 1545 bis 1549 in Neumarkt Münzen geschlagen.

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Unter seiner Herrschaft wurden zwischen 1545 bis 1549 in Neumarkt Münzen geschlagen.
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1508Letzter Neumarkter Goldgulden 1508 (Götz Nr. 159)

Letzter Neumarkter Goldgulden 1508 (Götz Nr. 159)

Datum: 01.07.1508

Diese Hammerprägung unter Münzmeister Martin Lerch stammt aus dem Jahr 1508. Götz beschreibt diese Prägung unter der Nummer: 159. Das hier abgebildete Exemplar wurde am 05.06.2018 vom Auktionshaus "Auktionen Münzhandlung Sonntag (AMS)" (Los Nr.: 1366; Altdeutschland (Freising-Würzburg), Medaillen, Reichsmünzen, BRD, Lots) mit einem Endergebnis von 48.000 Euro, höchstbietend versteigert. Dieses Prachtexemplar von größter Seltenheit mit leichter Goldtönung und minimaler Prägeschwächen im Randbereich wurde als fast vorzüglich beschrieben. Dieses Stück fehlt in allen großen Spezialsammlungen. Link zur Auktion: https://www.biddr.com/auctions/ams/browse?a=292&l=268832

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Diese Hammerprägung unter Münzmeister Martin Lerch stammt aus dem Jahr 1508. Götz beschreibt diese Prägung unter der Nummer: 159. Das hier abgebildete Exemplar wurde am 05.06.2018 vom Auktionshaus "Auktionen Münzhandlung Sonntag (AMS)" (Los Nr.: 1366; Altdeutschland (Freising-Würzburg), Medaillen, Reichsmünzen, BRD, Lots) mit einem Endergebnis von 48.000 Euro, höchstbietend versteigert. Dieses Prachtexemplar von größter Seltenheit mit leichter Goldtönung und minimaler Prägeschwächen im Randbereich wurde als fast vorzüglich beschrieben. Dieses Stück fehlt in allen großen Spezialsammlungen. Link zur Auktion: https://www.biddr.com/auctions/ams/browse?a=292&l=268832
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Kurfürst Ludwig V.

Kurfürst Ludwig V.

Datum: 01.01.1508

Unter seiner Herrschaft wurden 1508 in Neumarkt Münzen geschlagen. (* 2. Juli 1478 in Heidelberg; † 16. März 1544 Heidelberg)

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Unter seiner Herrschaft wurden 1508 in Neumarkt Münzen geschlagen. (* 2. Juli 1478 in Heidelberg; † 16. März 1544 Heidelberg)
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1500Goldgulden unter Kurfürst Philipp I.

Goldgulden unter Kurfürst Philipp I.

Datum:

Auch unter Kurfürst Philipp I. den ersten wurden in Neumarkt Goldgulden geschlagen. Dieses Prachtexemplar aus einer Privatsammlung zeigt auf der Vorderseite die drei Wappenschilde, darüber das "P" für Philipp. Auf der Rückseite erkennt man die gekrönte Madonna mit Jesuskind im Arm. (Götz Nr. 146/Kull 92a-c) Philipp I. regierte von 1476 bis 1508. In der Zeit von 1476 bis 1499 sind von ihm aber keine Oberpfälzer Münzen geschlagen worden. Er führte in dieser Zeit das Kurpräzipuum, während Pfalz-Neumarkt unter Pfalz-Mosbach stand. Otto II. von Pfalz-Mosbach prägte in Neumarkt. Mit der Wiedervereinigung der Oberpfalz ließ Philipp ab 1500 wieder in der Neumarkter Münze prägen. (Quelle: Götz) Das Stück wurde unter Münzmeister M. Lerch als Hammerprägung geschlagen.

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Auch unter Kurfürst Philipp I. den ersten wurden in Neumarkt Goldgulden geschlagen. Dieses Prachtexemplar aus einer Privatsammlung zeigt auf der Vorderseite die drei Wappenschilde, darüber das "P" für Philipp. Auf der Rückseite erkennt man die gekrönte Madonna mit Jesuskind im Arm. (Götz Nr. 146/Kull 92a-c) Philipp I. regierte von 1476 bis 1508. In der Zeit von 1476 bis 1499 sind von ihm aber keine Oberpfälzer Münzen geschlagen worden. Er führte in dieser Zeit das Kurpräzipuum, während Pfalz-Neumarkt unter Pfalz-Mosbach stand. Otto II. von Pfalz-Mosbach prägte in Neumarkt. Mit der Wiedervereinigung der Oberpfalz ließ Philipp ab 1500 wieder in der Neumarkter Münze prägen. (Quelle: Götz) Das Stück wurde unter Münzmeister M. Lerch als Hammerprägung geschlagen.
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Kurfürst Philipp I.

Kurfürst Philipp I.

Datum: 01.01.1500

Unter seiner Herrschaft wurden zwischen 1500 bis 1508 in Neumarkt Münzen geschlagen. (* 14. Juli 1448 in Heidelberg; † 28. Februar 1508 in Germersheim) (Abb: Glasfenster der evangelischen Kirche in Neckarsteinach, Hessisches Landesmuseum Darmstadt)

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Unter seiner Herrschaft wurden zwischen 1500 bis 1508 in Neumarkt Münzen geschlagen. (* 14. Juli 1448 in Heidelberg; † 28. Februar 1508 in Germersheim) (Abb: Glasfenster der evangelischen Kirche in Neckarsteinach, Hessisches Landesmuseum Darmstadt)
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1496Münzmeister Martin Lerch

Münzmeister Martin Lerch

Datum: 01.01.1496

Martin Lerch, der ab 1496 in Neumarkt tätig wurde, ist wohl einer der bedeutendsten Münzmeister des 16. Jahrhunderts gewesen. Geboren um 1476 in Regeldorf bei Regensburg, wurde Martin Lerch schon im Jahr 1494 als Münzmeister in Schwäbisch Hall genannt. Er führte dort als Münzmeisterzeichen ein Kreuz, das ihn auch auf den Neumarkter Goldgulden von 1496 ausweist. Es ist anzunehmen, dass er in diesem Jahr in die Oberpfalz wechselte. Nach dem Tod von Pfalzgraf Otto II. von Mosbach leitete der Münzmeister die Neumarkter Münze auch für Kurfürst Philipp bis 1503. In den Jahren 1504 und 1505 arbeitete Lerch auch für seinen Landesherren in der Heidelberger Münzstätte. Lerch kehrte 1506 nach Neumarkt zurück. . Als das Herzogtum Bayern die Straubinger Münzstätte wieder in Betrieb nehmen ließ, gelang es Lerch, diese Prägestätte auf drei Jahre zu pachten. Der Anreiz für den Neumarkter Münzmeister in die Dienste Bayerns zu wechseln, lag zweifellos in der bayerischen Münzreform des Jahres 1506 die gewinnbringende Prägungenen von Gröschln ermöglichte. Er zog sich 1521 in seine Heimat nach Regeldorf zurück. Ins Münzgeschäft kehrte Martin Lerch nochmals 1523 zurück. Er wurde als Münzmeister in Amberg am 25.3.1523 wieder aufgenommen, ließ aber noch im selben Jahr die Bestallung auf seinen Sohn Balthasar übertragen. Im Jahre 1517 hatte Martin Lerch das Regensburger Bürgerrecht erworben. 1518 trat er als Kreditgeber für das Stift St. Emmeram auf. In seiner Heimat Regeldorf starb Martin Lerch am 21.02.1538.

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Martin Lerch, der ab 1496 in Neumarkt tätig wurde, ist wohl einer der bedeutendsten Münzmeister des 16. Jahrhunderts gewesen. Geboren um 1476 in Regeldorf bei Regensburg, wurde Martin Lerch schon im Jahr 1494 als Münzmeister in Schwäbisch Hall genannt. Er führte dort als Münzmeisterzeichen ein Kreuz, das ihn auch auf den Neumarkter Goldgulden von 1496 ausweist. Es ist anzunehmen, dass er in diesem Jahr in die Oberpfalz wechselte. Nach dem Tod von Pfalzgraf Otto II. von Mosbach leitete der Münzmeister die Neumarkter Münze auch für Kurfürst Philipp bis 1503. In den Jahren 1504 und 1505 arbeitete Lerch auch für seinen Landesherren in der Heidelberger Münzstätte. Lerch kehrte 1506 nach Neumarkt zurück. . Als das Herzogtum Bayern die Straubinger Münzstätte wieder in Betrieb nehmen ließ, gelang es Lerch, diese Prägestätte auf drei Jahre zu pachten. Der Anreiz für den Neumarkter Münzmeister in die Dienste Bayerns zu wechseln, lag zweifellos in der bayerischen Münzreform des Jahres 1506 die gewinnbringende Prägungenen von Gröschln ermöglichte. Er zog sich 1521 in seine Heimat nach Regeldorf zurück. Ins Münzgeschäft kehrte Martin Lerch nochmals 1523 zurück. Er wurde als Münzmeister in Amberg am 25.3.1523 wieder aufgenommen, ließ aber noch im selben Jahr die Bestallung auf seinen Sohn Balthasar übertragen. Im Jahre 1517 hatte Martin Lerch das Regensburger Bürgerrecht erworben. 1518 trat er als Kreditgeber für das Stift St. Emmeram auf. In seiner Heimat Regeldorf starb Martin Lerch am 21.02.1538.
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1467Pfalzgraf Otto II. von Pfalz Moosbach

Pfalzgraf Otto II. von Pfalz Moosbach

Datum: 01.01.1467

Unter seiner Herrschaft wurden zwischen 1467 bis 1499 in Neumarkt Münzen geschlagen. (* 22. Juni 1435; † 8. April 1499 in Neumarkt)

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Unter seiner Herrschaft wurden zwischen 1467 bis 1499 in Neumarkt Münzen geschlagen. (* 22. Juni 1435; † 8. April 1499 in Neumarkt)
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1463Münzmeister Mock und Hans Winkler

Münzmeister Mock und Hans Winkler

Datum: 01.01.1463

Die Münzmeister Mock und Hans Winkler sind im Zeitraum von 1463 bis 1465 erwähnt. Von ihnen sind in dieser Zeit keine Prägungen bekannt. Somit wird angenommen das diese nicht in Neumarkt aktiv wurden.

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Die Münzmeister Mock und Hans Winkler sind im Zeitraum von 1463 bis 1465 erwähnt. Von ihnen sind in dieser Zeit keine Prägungen bekannt. Somit wird angenommen das diese nicht in Neumarkt aktiv wurden.
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1448Pfalzgraf Otto I. von Pfalz Moosbach

Pfalzgraf Otto I. von Pfalz Moosbach

Datum: 01.01.1448

Unter seiner Herrschaft wurden zwischen 1448 bis 1461 in Neumarkt Münzen geschlagen. (* 24. August 1390 in Mosbach; † 5. Juli 1461 in Reichenbach)

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Unter seiner Herrschaft wurden zwischen 1448 bis 1461 in Neumarkt Münzen geschlagen. (* 24. August 1390 in Mosbach; † 5. Juli 1461 in Reichenbach)
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1416Pfalzgraf Christoph

Pfalzgraf Christoph

Datum: 01.01.1416

Unter seiner Herrschaft wurden zwischen 1416 bis 1438 in Neumarkt keine Münzen geprägt. (* 26. Februar 1416 in Neumarkt in der Oberpfalz; † 5. Januar 1448 in Helsingborg)

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Unter seiner Herrschaft wurden zwischen 1416 bis 1438 in Neumarkt keine Münzen geprägt. (* 26. Februar 1416 in Neumarkt in der Oberpfalz; † 5. Januar 1448 in Helsingborg)
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1410Pfalzgraf Johann der Oberpfälzer

Pfalzgraf Johann der Oberpfälzer

Datum: 01.01.1410

Unter ihn wurde in Neumarkt zwischen 1410 bis 1443 keine Müntprägung betrieben. (* 1383 in Neunburg vorm Wald; † 14. März 1443 in Kastl)

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Unter ihn wurde in Neumarkt zwischen 1410 bis 1443 keine Müntprägung betrieben. (* 1383 in Neunburg vorm Wald; † 14. März 1443 in Kastl)
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1380Erste Prägungen in Neumarkt - Pfennig nach Würzburger Art

Erste Prägungen in Neumarkt - Pfennig nach Würzburger Art

Datum: 1380

Die Neumarkter Prägungen setzten im letzten Viertel des 14. Jahrhunderts unter der gemeinsamen Regierung Kurfürst Ruperts I. mit seinem Neffen Rupert II. ein. Es wurden fränkische Pfennige Würzburger Art und bayerische Schwarzpfennige mit Vierschlag, wie es zu dieser Zeit in Regensburg üblich war, nachgeprägt. In der Oberpfalz schlugen zwei weitere Münzstätten dieselben Sorten: Vor allem Amberg und außerdem Sulzbach. Diese Nachahmungen fanden auch sonst, in einem weiten Gebiet, statt. Die etwa 40 Münzstätten der "Regensburger" waren zwischen Donau und Thüringer Wald, zwischen Naab und mittlerem Neckar verbreitet. Die nun geprägten Pfennige nach Regenburger Schlag wurden zur Unterscheidung von den Prägungen der Amberger Münzstätte mit dem Namenszürzel R(upert) und N(eumarkt) versehen. Die, wie hier abgebildeten, nach Würzburger Schlag geprägten Pfennige trugen zusätzlich als Umschrift deutlich "NOVO VORO"(für Neumarkt). (siehe Götz Nr. 130)

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Die Neumarkter Prägungen setzten im letzten Viertel des 14. Jahrhunderts unter der gemeinsamen Regierung Kurfürst Ruperts I. mit seinem Neffen Rupert II. ein. Es wurden fränkische Pfennige Würzburger Art und bayerische Schwarzpfennige mit Vierschlag, wie es zu dieser Zeit in Regensburg üblich war, nachgeprägt. In der Oberpfalz schlugen zwei weitere Münzstätten dieselben Sorten: Vor allem Amberg und außerdem Sulzbach. Diese Nachahmungen fanden auch sonst, in einem weiten Gebiet, statt. Die etwa 40 Münzstätten der "Regensburger" waren zwischen Donau und Thüringer Wald, zwischen Naab und mittlerem Neckar verbreitet. Die nun geprägten Pfennige nach Regenburger Schlag wurden zur Unterscheidung von den Prägungen der Amberger Münzstätte mit dem Namenszürzel R(upert) und N(eumarkt) versehen. Die, wie hier abgebildeten, nach Würzburger Schlag geprägten Pfennige trugen zusätzlich als Umschrift deutlich "NOVO VORO"(für Neumarkt). (siehe Götz Nr. 130)
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Pfalzgraf Rupert III.

Pfalzgraf Rupert III.

Datum: 01.01.1380

Unter seiner Herrschaft wurden zwischen 1380 bis 1397 in Neumarkt Münzen geschlagen. Nach der bayerischen Münzkonvention vom 01.08.1397 wurde die Neumarkter Münze geschlossen. Der Alzeyer Münzfrieden von 1407betraf auch die 1401 entstandene "obere Pfalz", sodass wie auch in Amberg eine Münzprägung in Neumarkt unterblieb. (* 5. Mai 1352 in Amberg; † 18. Mai 1410 auf Burg Landskron in Oppenheim)

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Unter seiner Herrschaft wurden zwischen 1380 bis 1397 in Neumarkt Münzen geschlagen. Nach der bayerischen Münzkonvention vom 01.08.1397 wurde die Neumarkter Münze geschlossen. Der Alzeyer Münzfrieden von 1407betraf auch die 1401 entstandene "obere Pfalz", sodass wie auch in Amberg eine Münzprägung in Neumarkt unterblieb. (* 5. Mai 1352 in Amberg; † 18. Mai 1410 auf Burg Landskron in Oppenheim)
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1374Münzmeister Werner Steinmacher

Münzmeister Werner Steinmacher

Datum: 01.01.1374

Der Beginn der Neumarkter Münzprägung fiel in das Jahr 1374, als Pfalzgraf Rupert I. den Münzmeister Werner Steinbacher auf drei Jahre die Münze Neumarkt überließ. Steinmacher Wurde auferlegt, die in Amberg gültigen Prägevorschriften einzuhalten.

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Der Beginn der Neumarkter Münzprägung fiel in das Jahr 1374, als Pfalzgraf Rupert I. den Münzmeister Werner Steinbacher auf drei Jahre die Münze Neumarkt überließ. Steinmacher Wurde auferlegt, die in Amberg gültigen Prägevorschriften einzuhalten.
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Erste urkundliche Erwähnung der Münzstätte Neumarkt

Erste urkundliche Erwähnung der Münzstätte Neumarkt

Datum: 1374

Die erste urkundliche Erwähnung der Münzstätte Neumarkt stammt aus dem Jahr 1374. Kurfürst Ruprecht I. verlieh die Neumarkter Münzstätte für drei Jahre an den Münzmeister Werner Steinmacher von Neumarkt. Diesem wurde auferleget, die in Amberg gültigen Prägenormen einzuhalten. Bild: Aus dem Stammbuch des Johann Christof Wolff aus Neumarkt in der Oberpfalz, 1624-1633, im Historischen Museum der Stadt Hannover

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Die erste urkundliche Erwähnung der Münzstätte Neumarkt stammt aus dem Jahr 1374. Kurfürst Ruprecht I. verlieh die Neumarkter Münzstätte für drei Jahre an den Münzmeister Werner Steinmacher von Neumarkt. Diesem wurde auferleget, die in Amberg gültigen Prägenormen einzuhalten. Bild: Aus dem Stammbuch des Johann Christof Wolff aus Neumarkt in der Oberpfalz, 1624-1633, im Historischen Museum der Stadt Hannover
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1353Pfalzgraf Rupert II.

Pfalzgraf Rupert II.

Datum: 01.01.1353

Unter seiner Herrschaft wurden zwischen 1353 bis 1390 in Neumarkt Münzen geschlagen. Eine genaue Datierung ist nicht möglich da die Münzen ohne Hinweis auf das Prägejahr geprägt wurden.

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Unter seiner Herrschaft wurden zwischen 1353 bis 1390 in Neumarkt Münzen geschlagen. Eine genaue Datierung ist nicht möglich da die Münzen ohne Hinweis auf das Prägejahr geprägt wurden.
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1235Erste Erwähnung Neumarkts

Erste Erwähnung Neumarkts

Datum: 01.07.1235

Ein genaues Gründungsdatum Neumarkts ist nicht bekannt. Es gilt als wahrscheinlich das sich infolge der Verlagerung von Handelswegen Mitte des 12. Jahrhunderts eine erste Siedlung im Bereich Berngau gebildet haben soll. Lateinisch wurde Neumarkt „novum forum“ (Neuer Markt) genannt. Der "neue Markt" lag am Verbindungsweg zwischen Nürnberg, dem Mittelpunkt des salisch-staufischen Reichslandes und Regensburg, der ältesten Fernhandelsstadt Süddeutschlands. Ein Tor wird erstmals 1239 erwähnt, die Stadtbefestigung selbst erst 1315. Die erste gesicherte urkundliche Nennung Neumarkts stellt die Urkunde Kaiser Friedrichs II. aus dem Jahr 1235 dar. In ihr wird Nürnberger und Neumarkter Kaufleuten gegenseitige Zollfreiheit gewährt, beide Städte werden auch als gleichwertig beschrieben.

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Ein genaues Gründungsdatum Neumarkts ist nicht bekannt. Es gilt als wahrscheinlich das sich infolge der Verlagerung von Handelswegen Mitte des 12. Jahrhunderts eine erste Siedlung im Bereich Berngau gebildet haben soll. Lateinisch wurde Neumarkt „novum forum“ (Neuer Markt) genannt. Der "neue Markt" lag am Verbindungsweg zwischen Nürnberg, dem Mittelpunkt des salisch-staufischen Reichslandes und Regensburg, der ältesten Fernhandelsstadt Süddeutschlands. Ein Tor wird erstmals 1239 erwähnt, die Stadtbefestigung selbst erst 1315. Die erste gesicherte urkundliche Nennung Neumarkts stellt die Urkunde Kaiser Friedrichs II. aus dem Jahr 1235 dar. In ihr wird Nürnberger und Neumarkter Kaufleuten gegenseitige Zollfreiheit gewährt, beide Städte werden auch als gleichwertig beschrieben.
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